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Stammbaum erstellen: Schritt für Schritt zum eigenen Familienstammbaum

· 6 Min. Lesezeit · The Memory Palace Team

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Kostenloses Werkzeug zu diesem Ratgeber: Einen Stammbaum aus Ihrer GEDCOM-Datei drucken

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Einen Stammbaum erstellen klingt nach einem großen Projekt. In Wirklichkeit beginnt es mit einem Blatt Papier und drei Generationen, die Sie fast vollständig aus dem Kopf kennen. Von dort wächst der Baum, Generation für Generation, mit jedem Gespräch und jeder Urkunde.

Dieser Ratgeber zeigt Schritt für Schritt, wie Sie einen Familienstammbaum selbst erstellen, mit welchen Unterlagen und welchen Werkzeugen, und welche Fehler Sie sich sparen können.

Ahnentafel oder Nachfahrentafel?

  • Ahnentafel: Sie stehen am Anfang, dann folgen Eltern, Großeltern und Urgroßeltern. Jede Generation verdoppelt sich: 2, 4, 8, 16. Der übliche Einstieg, wenn Sie wissen wollen, woher Sie kommen.
  • Nachfahrentafel: Ein Vorfahr oder ein Paar steht oben, darunter alle Kinder, Enkel und Urenkel. Passend für ein Familientreffen.

In der Ahnentafel hat jede Person eine feste Nummer: Sie selbst sind die 1, Ihr Vater die 2, Ihre Mutter die 3. Der Vater einer Person mit der Nummer n hat die Nummer 2n, die Mutter 2n+1.

Schritt 1: Beginnen Sie bei sich selbst

Schreiben Sie auf, was Sie sicher wissen: Ihren vollen Namen, Geburtsdatum und Geburtsort. Dann dasselbe für Ihre Eltern, mit Datum und Ort der Heirat, und für Ihre Großeltern, so weit Sie es wissen. Lassen Sie Lücken offen, statt zu raten.

Notieren Sie Frauen immer mit ihrem Geburtsnamen. Sonst verlieren Sie später genau die Spur, die zur nächsten Familie führt.

Schritt 2: Fragen Sie die Älteren

Was in Urkunden steht, bleibt in den Archiven. Was Ihre Eltern, Tanten, Onkel und Großeltern wissen, verschwindet mit ihnen. Fragen Sie deshalb früh: nach Namen und Geburtsorten, nach Geschwistern, die jung gestorben sind, nach Umzügen, Berufen und der Konfession. Die Konfession entscheidet später, in welchen Kirchenbüchern Sie suchen.

Nehmen Sie die Gespräche mit dem Handy auf, am besten mit alten Fotos auf dem Tisch. Unser kostenloser Bogen mit zwanzig Fragen an Ihre Eltern lässt sich ausdrucken und mitnehmen. Mehr Tipps finden Sie in ältere Familienmitglieder interviewen.

Schritt 3: Sammeln Sie die Familiendokumente

In vielen Familien liegt mehr, als man denkt, in einer Schublade bei den Eltern oder Großeltern. Fragen Sie gezielt nach:

  • Familienstammbuch: mit der Heirat und den Geburten der Kinder, oft mit den Eltern beider Ehepartner.
  • Ahnenpass: aus den 1930er Jahren, reicht oft bis zu den Großeltern oder weiter zurück. Ein Dokument aus einer dunklen Zeit, aber eine wertvolle Quelle.
  • Totenzettel und Traueranzeigen: mit Geburts- und Sterbedatum, manchmal mit Foto.
  • Briefe, Zeugnisse, Militärpapiere und beschriftete Fotos.

Fotografieren oder scannen Sie alles. Wie Sie Papiere aufbewahren und digitalisieren, steht in alte Briefe, Tagebücher und Dokumente bewahren.

Schritt 4: Notieren Sie zu jeder Angabe die Quelle

Fast alle Anfänger überspringen diesen Schritt. Schreiben Sie zu jedem Datum und jedem Ort dazu, woher es stammt: "Geburtsurkunde, Standesamt, Nummer und Jahr", "Familienstammbuch", "laut Großmutter, Gespräch 2026". So wissen Sie in fünf Jahren noch, was belegt ist und was nur erzählt wurde.

Schritt 5: Papier, Vorlage oder Software?

Für die ersten drei oder vier Generationen genügt eine Stammbaum-Vorlage auf Papier. Danach wird Papier unübersichtlich, und für Quellen ist kaum Platz.

  • Stammbaumprogramme am Computer: Gramps ist kostenlos und quelloffen, Legacy hat eine kostenlose Grundversion (auf Englisch), Ages! und Ahnenblatt 4 sind kostenpflichtig. Alle lesen und schreiben GEDCOM.
  • Online-Stammbäume und Stammbaum-Apps: praktisch, weil die Familie mitschauen kann. Achten Sie darauf, dass Sie den Baum als GEDCOM wieder herausbekommen und dass er nicht ungefragt öffentlich ist.

Wer einen Stammbaum kostenlos erstellen will, kommt mit einem kostenlosen Programm und frei zugänglichen Archivportalen weit.

Schritt 6: Speichern Sie im GEDCOM-Format

GEDCOM ist das gemeinsame Austauschformat für Stammbäume, gängig sind die Versionen 5.5.1 und 7.0. Liegt Ihr Baum als GEDCOM-Datei vor, sind Sie an kein Programm gebunden und können ihn mit Verwandten tauschen. Welche Version Sie wählen, erklärt GEDCOM 5.5.1 oder 7.0.

Mit unserem kostenlosen GEDCOM-Viewer sehen Sie, wie viele Generationen in einer Datei stecken und wo Lücken sind. Der GEDCOM-Checker findet falsche Zeichensätze, verstümmelte Umlaute, kaputte Verknüpfungen und unmögliche Daten. Beide laufen im Browser, ohne Konto, und die Datei verlässt Ihr Gerät nicht.

Schritt 7: Wachsen Sie Generation für Generation

Arbeiten Sie sich immer von einer belegten Person zur nächsten zurück, nie umgekehrt. Die Heiratsurkunde Ihrer Großeltern etwa nennt oft die Eltern beider Partner, und damit haben Sie die nächste Generation.

In Deutschland führen die Standesämter in Preußen seit dem 1. Oktober 1874 Register, im ganzen Deutschen Reich seit dem 1. Januar 1876, links des Rheins schon seit 1798. Davor sind die Kirchenbücher die wichtigste Quelle. Wo Sie welche Urkunde finden, steht in Stammbaum in Deutschland: wo Sie die Quellen finden. Wie Sie die Suche planen, erklärt Ahnenforschung: Einstieg und Quellen. Stockt es, hilft Lücken im Stammbaum: wo Sie weitersuchen.

Typische Fehler beim Stammbaum erstellen

  • Gleiche Namen verwechseln. In einem Dorf hießen oft mehrere Männer Johann Schmidt. Prüfen Sie Eltern, Ehepartner und Ort, bevor Sie zwei Einträge für dieselbe Person halten.
  • Daten ohne Quelle übernehmen. Aus fremden Online-Stammbäumen kopierte Daten wirken sicher, sind es aber oft nicht. Nehmen Sie sie nur als Hinweis.
  • Schreibweisen vereinheitlichen. Meier, Mayer und Meyer können dieselbe Familie sein. Notieren Sie die Schreibweise der Quelle.
  • Taufe und Geburt verwechseln. Kirchenbücher nennen oft nur das Taufdatum.
  • Alles gleichzeitig wollen. Arbeiten Sie eine Linie nach der anderen ab.

Den Stammbaum lebendig halten

Ein Stammbaum ist nie fertig. Kinder werden geboren, Verwandte finden neue Fotos, eine Urkunde widerlegt eine alte Annahme.

  • Teilen Sie ihn. Wer mitschaut, erkennt Gesichter, korrigiert Daten und ergänzt Geschichten.
  • Geben Sie den Namen Gesichter. Ein Foto pro Person macht aus einer Liste eine Familie. Siehe ein altes Foto datieren.
  • Drucken Sie ihn aus. Unser kostenloser Ahnentafel-Generator macht aus einer GEDCOM-Datei eine Ahnentafel über vier oder fünf Generationen, zum Drucken, als PDF oder als SVG.
  • Sichern Sie ihn mehrfach. Als GEDCOM-Datei auf dem Computer, auf einem externen Datenträger und online.

Ihren Stammbaum mit The Memory Palace erstellen

The Memory Palace ist ein privater 3D-Palast für die Geschichte Ihrer Familie, auf iPhone, iPad, Android und im Browser, auf Deutsch und in vier weiteren Sprachen, mit Daten in der EU.

  • GEDCOM hinein und hinaus. Bauen Sie den Stammbaum in der App auf oder bringen Sie Ihre GEDCOM-Datei mit, und nehmen Sie ihn im selben Format wieder mit.
  • Drei Ansichten. Baumansicht, Fächeransicht und Nachfahrenansicht, mit einem Foto pro Person.
  • Teilen per Link. Verwandte öffnen den Stammbaum über einen Link, den Sie ihnen schicken.
  • Ein Flügel pro Familienzweig, ein Raum pro Person oder Paar. Ein Vorschlag, Sie entscheiden selbst. An den Wänden hängen die Fotos mit Name und Jahr, daneben Geschichten und Sprachaufnahmen.
  • Privat, bis Sie einladen. Eingeladene Verwandte können eigene Fotos, Geschichten und Aufnahmen hinzufügen.
  • Alles jederzeit mitnehmen. Ein vollständiger Export als ZIP-Datei, auch im kostenlosen Tarif.

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Häufige Fragen

Wie erstelle ich einen Stammbaum?

Beginnen Sie bei sich selbst und schreiben Sie auf, was Sie über Eltern und Großeltern sicher wissen. Fragen Sie dann die ältesten Verwandten, sammeln Sie Familienstammbuch, Ahnenpass und Totenzettel, und arbeiten Sie sich mit Urkunden von Standesämtern und aus Kirchenbüchern Generation für Generation zurück. Notieren Sie zu jeder Angabe die Quelle.

Kann ich einen Stammbaum kostenlos erstellen?

Ja. Gramps ist ein kostenloses, quelloffenes Stammbaumprogramm, viele Archivportale sind frei zugänglich, und mit unserem kostenlosen Ahnentafel-Generator drucken Sie aus einer GEDCOM-Datei eine Ahnentafel über vier oder fünf Generationen, ohne Konto. Kosten entstehen meist nur für einzelne Datenbanken oder Kirchenbuchportale.

Was ist der Unterschied zwischen Ahnentafel und Nachfahrentafel?

Eine Ahnentafel zeigt alle Vorfahren einer Person: Eltern, Großeltern, Urgroßeltern. Eine Nachfahrentafel zeigt alle Nachkommen eines Vorfahren oder Paares: Kinder, Enkel, Urenkel. Umgangssprachlich heißt beides Stammbaum.

Welche Stammbaum-App oder welches Programm soll ich nehmen?

Das, mit dem Sie gern arbeiten, solange es GEDCOM lesen und schreiben kann. Dann können Sie jederzeit wechseln und den Baum mit Verwandten tauschen. Prüfen Sie bei Online-Diensten und Apps außerdem, ob Ihr Baum privat bleibt, bis Sie ihn teilen.

Welche Dokumente brauche ich für einen Stammbaum?

Zuerst das, was in der Familie liegt: Familienstammbuch, Ahnenpass, Totenzettel, Briefe und beschriftete Fotos. Danach Urkunden vom Standesamt; Sie selbst, Ihre Vorfahren und Nachkommen dürfen sie anfordern. Ältere Register liegen in Stadt- und Kreisarchiven, vor den Standesämtern sind die Kirchenbücher die wichtigste Quelle.

Einen Stammbaum aus einer GEDCOM-Datei drucken

Zeichnet eine Ahnentafel mit 4 oder 5 Generationen für eine Person aus Ihrer GEDCOM-Datei, zum Drucken, als PDF oder als SVG.

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